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... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie über unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

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Neujahrsempfang 2020 des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring

„Stellen Sie Fragen!“ Diesen Rat gab Rupert Bader vom „Forum Fließendes Geld“ in Augsburg am vergangenen Sonntag den Gästen des Neujahrsempfangs vom Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring mit auf den Weg. „Geld ist Macht! Was macht das mit uns?“ war der Kurzvortrag des Finanzexperten überschrieben, der vor einigen Jahren seine Bankkarriere aufgab. Der Grund: Viele Finanzprodukte, die er den Kunden verkaufen sollte, hatten ihn immer wieder in Gewissenskonflikte gebracht. Rund 110 Gäste waren zu dem Neujahrsempfang ins Begegnungszentrum gekommen. Darunter Vertreter aus Kommunalpolitik, Kirchen, geistlichen Gemeinschaften, Unternehmen und Handwerksbetrieben aus Friedberg und Umgebung.

 

Bader erläuterte, dass die Fragen beim Einkauf von Kleidung zum Beispiel lauten könnten: „Woher kommt das Produkt? Unter welchen Bedingungen wird es hergestellt?“ Wenn weder das Verkaufspersonal noch die Leitung des Geschäfts darauf antworten könnten, empfiehlt Rupert Bader, dort nicht zu kaufen und das auch zu erläutern. Zuvor müsse man sich freilich selbst entscheiden: „Kaufe ich grundsätzlich die billigste Ware oder ist mir wichtig, dass ich damit keine Kinderarbeit unterstütze und dass keine Stoffe enthalten sind, die die Gesundheit und die Umwelt schädigen?“ Wer wolle, dass die Geschäfte im eigenen Ort weiter bestehen, müsse auf die Bequemlichkeit des Einkaufs bei Online-Versandhäusern verzichten. Wer mit seinem Geld keinen Waffenhandel unterstützen wolle, dürfe seine Geldgeschäfte nicht über Großbanken abwickeln, sondern müsse sein Konto möglichst bei Ethikbanken oder bei Volksbanken, Sparkassen, Raiffeisenbanken führen. Geld müsse und könne dem Wohl der Menschen dienen, so das Fazit von Baders Rede. Es komme jedoch darauf an, seine Macht als Verbraucher auch mit bewussten Kaufentscheidungen auszuspielen.

 

Gitti Otto vom Ökumenischen Lebenszentrum und Christine Hüttl von einer Augsburger Immobilienverwaltung ergänzten den Vortrag mit Berichten über ihren persönlichen Umgang mit Geld. Für Gitti Otto hat die Gemeinschaft, in der sie lebt, einen so großen Stellenwert, dass sie ihr Gehalt mit den anderen Mitgliedern teilt und alle größeren Ausgaben bespricht. Beispielsweise auch die Notwendigkeit neuer Kleidung. Nach Möglichkeit kauft sie zusammen mit jemandem aus der Gemeinschaft ein. Was die Gemeinschaft von ihren Einnahmen nicht selbst benötigt, gibt sie weiter. Christine Hüttl legte dar, wie die Gedanken der Italienerin Chiara Lubich zu einer „Kultur des Gebens“ ihr Verhalten als Unternehmerin verändert hat: Zusammen mit ihrem Mann gibt sie einen Teil der erwirtschafteten Gewinne an die Mitarbeiter sowie an soziale Projekte weiter. Ihre Erfahrung und ihr Wissen teilen beide bewusst mit ihren Auszubildenden, Kunden und Lieferanten; das steigert das partnerschaftliche Verhältnis und das Vertrauen enorm.

 

Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann drückte in einem Grußwort bei dem Neujahrsempfang seine Wertschätzung gegenüber dem Ökumenischen Lebenszentrum aus. Es sei ein Ort mit einer speziellen Atmosphäre, wo man zur Ruhe kommen könne: „Vielleicht sollten wir solche Angebote auch in der Lokalpolitik und in der Stadtgesellschaft öfter nutzen, um aus der hektischen Betriebsamkeit des Alltags herauszutreten und darüber nachzudenken: Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Oder: Wie verhalten wir uns auch selbst?“

 

Besonders starken Applaus erhielt die Pianistin Monika Eberl, Schülerin am Friedberger Gymnasium, die mit mehreren Musikstücken am Flügel das Programm im Ottmaringer Begegnungszentrum virtuos bereicherte.

 

(Text: Clemens Behr; Fotos: Ursel Haaf)

 

 

 

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Bericht über das Symposium

Mit einem Symposium unter dem Titel: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns…“ (Joh 1,14) wurde in Ottmaring vom 22.-24. Juni 2018 das 50jährige Bestehen des ökumenischen Lebenszentrums begangen.



240 Festgäste waren gekommen, um miteinander zu danken und zu feiern. Es war ein fröhliches, buntes Publikum: Angehörige der beiden Gemeinschaften, die das Zentrum seit 50 Jahren tragen (Vereinigung vom gemeinsamen Leben und Fokolar-Bewegung) aus der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland; Weggefährten aus anderen christlichen Gemeinschaften, alte und neue Freunde, darunter Verantwortliche aus Kirchen und Politik: der evangelische Regionalbischof von Augsburg, Michael Grabow mit seiner Gattin; der rumänisch-orthodoxe Erzbischof und Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, Serafim Joanta; der frühere evangelische Regionalbischof von Augsburg, Ernst Öffner; Kirchenrätin Maria Stettner vom Ökumenereferat der Bayerischen Landeskirche München, Dekanin Doris Sperber-Hartmann für die Region Augsburg Süd/Ost und der 1. Bürgermeister von Friedberg, Roland Eichmann.



Sie alle nahmen lebhaften Anteil an diesem Fest zur Ehre Gottes, der vor 50 Jahren katholische und evangelische Christen dazu bewegte, sich auf ein solch konkretes ökumenisches Abenteuer einzulassen. Und Er war es auch, der sie in diesen 50 Jahren durch alle Höhen und Tiefen durchgetragen und immer wieder ermutigt hat, mehr auf Ihn zu setzen, statt sich durch Durststrecken vom einmal eingeschlagenen Weg abbringen zu lassen, bis man zu der erlösenden Einsicht gekommen ist, dass zwei aus verschiedenen Kirchen kommende, eigenständige Charismen zueinander gefunden haben.


Vermutlich haben die Bewohner des Zentrums nicht im Traum damit gerechnet, dass anlässlich dieses runden Geburtstages ein solcher Regen von dankbarer Anerkennung und großer Wertschätzung auf sie herabkommen würde: von den Grußworten der Kurienkardinäle Kasper und Koch, des Nuntius von Venezuela, Aldo Giordano, des em. Landesrabbiners Henry G. Brandt bis hin zu Kommunalpolitikern, die sich dafür bedankten, dass sie im Ökumenischen Lebenszentrum einen verlässlichen Partner gefunden haben, der immer bereit ist zur Mitarbeit und ein wichtiges Zeichen der Offenheit und Dialogbereitschaft in der Gesellschaft setzt. Vielleicht aber waren besonders die Gruß- und Dankesworte bewegend, die von jungen Erwachsenen kamen, die im Lauf dieser Jahre eine Zeit in Ottmaring verbracht haben: Sie haben heute zum Teil verantwortungsvolle Stellungen in Politik und Gesellschaft inne und zögern nicht, viele ihrer Stärken und Talente dem Leben als Kinder und Jugendliche in Ottmaring zuzuschreiben, wo sie in Gärten ohne Zäune miteinander spielten und redeten, wo sie immer willkommen waren und den Raum fanden, um sich selbst zu finden in einem größeren Ganzen.



Das reiche Programm der Tage – übrigens bis auf die Minute getimt – nahm die Gäste mit in einen bunten Bilderbogen der Vergangenheit, in die aktuellen Herausforderungen und Früchte der Gegenwart und in einen spannenden und faszinierenden Ausblick in die Zukunft des Zentrums. Dabei trug die Gewissheit, dass nicht wir sie machen und erfinden müssen durch große Projekte und Vorhaben, sondern dass sie selbst auf uns zukommen wird, und dass wir sie verstehen werden im Hinhören auf die Stimme Gottes, der – das haben wir in 50 Jahren gelernt – sich im jeweils anderen zu erkennen geben wird.

 

Erwähnt werden sollten allerdings auch einige wichtige Anfragen an die Adresse des Ökumenischen Lebenszentrums, so bei Gelegenheit des Podiums am Samstagvormittag von Pfr. Thomas Römer vom CVJM München mit der Aufforderung zur Wachsamkeit. Er sagte dem Sinne nach: Findet eine Sprache, die heute verstanden wird!

 

Bei gleicher Gelegenheit erzählte Sr. Aloisia Lewermann von dem Prozess in der Schönstatt-Bewegung, das Gründer- vom Gründungscharisma zu unterscheiden, d.h. das Gründungscharisma ist die von Gott gegebene Gabe an Kirche und Welt, das Gründercharisma, das an die Personen der Gründer gebundene Charisma. Sie fragte uns, ob diese Unterscheidung auch für uns hilfreich sein könnte.

 

Herbert Lauenroth ermutigte uns in seinem Ausblick am Sonntagvormittag mit provokativen Fragen zur schöpferischen Treue ohne sich auf praktische Handlungsanweisungen festzulegen: Ottmaring als ein Ort, an dem Begegnung mit den ganz Anderen und deren Aufnahme möglich ist, aufbauend auf der langjährigen Erfahrung mit „Kontrastharmonie“.

 


Ulli Büechl und Peter Seifert, Fotos: Ursel Haaf und Maria Kny

 

 

 

 

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Freundesbrief 2019

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Offener Sonntag

 

Angebot zu einer katholischen Messe um 12.00 Uhr

anschließend  ab 13 Uhr Mittagessen und Zusammensein im Haus AGAPE, Eichenstr.16

 

 

jeden 2. Sonntag im Monat:

 

 

9. Februar 2020

 

8. März 2020

 

12. April 2020

 

10. Mai 2020

 

 

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Der Verein Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring

 

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