HERZLICH WILLKOMMEN

... auf der Homepage des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring. Hier informieren wir Sie über unser Leben und das, was uns bewegt.

 

 

 

 

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AUS UNSEREM NEUEN FREUNDESBRIEF

Wie leben wir in diesen besonderen Zeiten von „Covid-19“? Wie kommen wir hier im Ökumenischen Lebenszentrum unserem „Auftrag“, unserer „Zeugnispflicht“ als christliche „Gemeinschaft von Gemeinschaften“ nach?

Vielleicht geht es ja vor allem darum, noch „sprachfähiger“ zu werden in dieser Krise und damit die Leit-Begriffe dieser „Pandemie“ – „Lock-Down“ , „Physical Distancing“ und „Ko-Immunität“ – auch als „Stichworte zur geistigen Situation unserer Zeit“ zu hören und ihnen neue Anschaulichkeit und Bedeutung zu verleihen.


So schlage ich vor (und das betrifft uns nicht nur in Ottmaring):


- den „Lock-Down“ zu begreifen als Zuwachs an Innerlichkeit und Vertiefung unseres Glaubens, an erneuter Verortung im eigenen Charisma, der eigenen Berufung, um aus dieser Entschleunigung wieder Gegenwart zu gewinnen in der eigenen Gottesgeschichte. Und so neu aufzubrechen zu den ursprünglichen Verheißungen, zur „Ersten Liebe“, frei nach Blaise Pascal: „Die Probleme der Menschen beginnen damit, dass sie es nicht im eigenen Zimmer mit sich aushalten!“


- das „Physical Distancing“ zu (er-)leben als ein „Abstand-Halten“ und das Neue wahrzunehmen, das sich eröffnet: „digitale“ Zwischen-Räume solidarischen „Zusammen-Haltens“. Begegnungen via ZOOM (Gemeinschaftsabende, Gottesdienste, Konferenzen) haben etwa in diesen letzten Monaten eine neue Verschlankung, Konzentration und Rückbesinnung bewirkt und stehen dabei doch zugleich auch für eine wachsende Sehnsucht nach realer Begegnung mit dem Anderen.


- die „Kommunität“ als „Ko-Immunität“ zu bezeugen: als jene „Gemeinschaft von Gemeinschaften“, die – gerade hier in Ottmaring – wieder in ihren jeweiligen Innenräumen heimisch geworden sind. Denn erst in dieser Stärkung des je eigenen „Immunsystems“, in geschwisterlicher Verschiedenheit, werden wir zu „Hausgenossen Gottes“ und „Mitbürgern der Heiligen“ (Eph 2,19). Verwurzelt in der je eigenen Berufung können wir dann auch das Ökumenische Lebenszentrum als „gemeinsamen Innenraum“ wieder wirksam gestalten und neu „beseelen“.


Ließe sich in diesem Drei-Schritt nicht eine Lern-Erfahrung für diese Corona-Zeit erkennen:
- die je eigenen inneren Räume bewohnen,
- neue Zwischen-Räume gestalten,
- den gemeinsamen Innenraum bezeugen?

 

Denn nur darum geht es: Immer mehr auszureifen zu jener Lebens- und Liebesgemeinschaft des Drei-einen Gottes, in der sämtliche Unterschiede anerkannt, bekräftigt, gesegnet und schließlich zueinander freigesetzt, in jeder Hinsicht er-löst sind.



Und das geschieht immer aufs Neue, weit über Ottmaring und die pandemisch-panischen Verlaufskurven unserer Gegenwart hinaus.

In diesem Freundesbrief berichten wir von einschlägigen, vielleicht auch ermutigenden Erfahrungen, die uns – hier in Ottmaring sowie an verschiedenen „Baustellen“ in Kirche und Welt – geschenkt worden sind.

 

                                          Herbert Lauenroth, Fokolar-Bewegung

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Neujahrsempfang 2020 des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring

„Stellen Sie Fragen!“ Diesen Rat gab Rupert Bader vom „Forum Fließendes Geld“ in Augsburg am vergangenen Sonntag den Gästen des Neujahrsempfangs vom Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring mit auf den Weg. „Geld ist Macht! Was macht das mit uns?“ war der Kurzvortrag des Finanzexperten überschrieben, der vor einigen Jahren seine Bankkarriere aufgab. Der Grund: Viele Finanzprodukte, die er den Kunden verkaufen sollte, hatten ihn immer wieder in Gewissenskonflikte gebracht. Rund 110 Gäste waren zu dem Neujahrsempfang ins Begegnungszentrum gekommen. Darunter Vertreter aus Kommunalpolitik, Kirchen, geistlichen Gemeinschaften, Unternehmen und Handwerksbetrieben aus Friedberg und Umgebung.

 

Bader erläuterte, dass die Fragen beim Einkauf von Kleidung zum Beispiel lauten könnten: „Woher kommt das Produkt? Unter welchen Bedingungen wird es hergestellt?“ Wenn weder das Verkaufspersonal noch die Leitung des Geschäfts darauf antworten könnten, empfiehlt Rupert Bader, dort nicht zu kaufen und das auch zu erläutern. Zuvor müsse man sich freilich selbst entscheiden: „Kaufe ich grundsätzlich die billigste Ware oder ist mir wichtig, dass ich damit keine Kinderarbeit unterstütze und dass keine Stoffe enthalten sind, die die Gesundheit und die Umwelt schädigen?“ Wer wolle, dass die Geschäfte im eigenen Ort weiter bestehen, müsse auf die Bequemlichkeit des Einkaufs bei Online-Versandhäusern verzichten. Wer mit seinem Geld keinen Waffenhandel unterstützen wolle, dürfe seine Geldgeschäfte nicht über Großbanken abwickeln, sondern müsse sein Konto möglichst bei Ethikbanken oder bei Volksbanken, Sparkassen, Raiffeisenbanken führen. Geld müsse und könne dem Wohl der Menschen dienen, so das Fazit von Baders Rede. Es komme jedoch darauf an, seine Macht als Verbraucher auch mit bewussten Kaufentscheidungen auszuspielen.

 

Gitti Otto vom Ökumenischen Lebenszentrum und Christine Hüttl von einer Augsburger Immobilienverwaltung ergänzten den Vortrag mit Berichten über ihren persönlichen Umgang mit Geld. Für Gitti Otto hat die Gemeinschaft, in der sie lebt, einen so großen Stellenwert, dass sie ihr Gehalt mit den anderen Mitgliedern teilt und alle größeren Ausgaben bespricht. Beispielsweise auch die Notwendigkeit neuer Kleidung. Nach Möglichkeit kauft sie zusammen mit jemandem aus der Gemeinschaft ein. Was die Gemeinschaft von ihren Einnahmen nicht selbst benötigt, gibt sie weiter. Christine Hüttl legte dar, wie die Gedanken der Italienerin Chiara Lubich zu einer „Kultur des Gebens“ ihr Verhalten als Unternehmerin verändert hat: Zusammen mit ihrem Mann gibt sie einen Teil der erwirtschafteten Gewinne an die Mitarbeiter sowie an soziale Projekte weiter. Ihre Erfahrung und ihr Wissen teilen beide bewusst mit ihren Auszubildenden, Kunden und Lieferanten; das steigert das partnerschaftliche Verhältnis und das Vertrauen enorm.

 

Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann drückte in einem Grußwort bei dem Neujahrsempfang seine Wertschätzung gegenüber dem Ökumenischen Lebenszentrum aus. Es sei ein Ort mit einer speziellen Atmosphäre, wo man zur Ruhe kommen könne: „Vielleicht sollten wir solche Angebote auch in der Lokalpolitik und in der Stadtgesellschaft öfter nutzen, um aus der hektischen Betriebsamkeit des Alltags herauszutreten und darüber nachzudenken: Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Oder: Wie verhalten wir uns auch selbst?“

 

Besonders starken Applaus erhielt die Pianistin Monika Eberl, Schülerin am Friedberger Gymnasium, die mit mehreren Musikstücken am Flügel das Programm im Ottmaringer Begegnungszentrum virtuos bereicherte.

 

(Text: Clemens Behr; Fotos: Ursel Haaf)

 

 

 

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Freundesbrief 2020-21

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Offener Sonntag

 

Angebot zu einer katholischen Messe um 12.00 Uhr

anschließend  ab 13 Uhr Mittagessen und Zusammensein im Haus AGAPE, Eichenstr.16

 

 

jeden 2. Sonntag im Monat:

 

Wir werden an dieser Stelle ankündigen, wann wir nach der Corona-Pandemie die Tradition der

offenen Sonntage wieder aufnehmen!

 

 

 

 

 

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